Jubel bei der deutschen Frauen-Nationalmannschaft © imago images / HMB-Media

02:16 min | 30.05.2019 | Das Erste | Autor/in: Inka Blumensaat

Deutschland gegen den Rest der Fußball-Welt

In Frankreich kämpfen die 24 besten Frauen-Teams um den WM-Titel. und wollen die Fans begeistern. Für Deutschland geht es in Gruppe B zunächst gegen China, Spanien und Südafrika.

Deutsches Team

DFB-Frauen winkt Rekordprämie für WM-Titel

Dem Deutschen Fußball-Bund wäre ein WM-Titel der Frauen in Frankreich so viel Geld wert wie noch nie zuvor. Im Vergleich zu den Männern schneidet die Prämie jedoch weiter schlecht ab.

Sollten die deutschen Frauen im Endspiel am 7. Juli in Lyon zum dritten Mal Weltmeister werden, bekäme jede 75.000 Euro - so viel wie noch nie zuvor. Die Prämie setzt sich zusammen aus 65.000 Euro für den Titel und 10.000 Euro für die erfolgreiche Olympia-Qualifikation. Dafür muss das Team von Trainerin Martina Voss-Tecklenburg unter die drei besten Nationen Europas kommen. Die 10.000 Euro sind an keine Platzierung gebunden - und das Sahnehäubchen, denn 65.000 Euro hätten die DFB-Frauen auch schon 2015 bekommen, wären sie als Weltmeisterinnen aus Kanada zurückgekehrt. Bei der Heim-WM 2011 waren 60.000 Euro ausgelobt, 2007 in China hatte es 50.000 Euro für den Titel gegeben. Beim ersten Triumph 2003 waren es noch jeweils 15.000 Euro gewesen.

Ein Teil der Mannschaft könnte seine Prämie sogar noch deutlich aufstocken: Ausrüster Adidas hatte bereits im März angekündigt, den von ihnen gesponserten Spielerinnen für den Fall des Titelgewinns in Frankreich die gleiche Summe zu zahlen wie ihren männlichen Kollegen.

Ab Erreichen des Viertelfinals gibt es Prämien

Der Mannschaftsrat um die Kapitänin Alexandra Popp und ihre Stellvertreterin Svenja Huth einigte sich mit dem DFB nun außerdem auf folgende Regelung: Für Rang zwei in Frankreich gibt es 40.000 Euro, Platz drei wird mit 30.000 Euro belohnt, nach einer Niederlage im kleinen Finale würden 25.000 Euro überwiesen und ein Aus im Viertelfinale brächte jeder Akteurin noch 10.000 Euro. Bei der EM vor zwei Jahren hatte man sich vorab darauf verständigt, mit der Prämienausschüttung erst mit dem Erreichen des Halbfinales zu beginnen. Die Mannschaft der damaligen Bundestrainerin Steffi Jones war folglich nach dem Ende in der Runde der letzten Acht leer ausgegangen.

Männer hätten 2018 mehr als viermal so viel bekommen

Auch wenn die Prämien der Frauen also Stück für Stück steigen, von den Sphären im Männerfußball sind sie noch meilenweit entfernt. Jene 75.000 Euro hätte der DFB "Jogis Jungs" schon gezahlt, hätten sie 2018 das Viertelfinale erreicht. Doch auch sie erhielten keine Prämie, schieden sie doch als Titelverteidiger schon in der Vorrunde aus. Für den Gewinn des Titels in Russland waren hingegen 350.000 Euro pro Spieler ausgelobt worden.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | FIFA Frauen WM 2019 | 08.06.2019 | 16:00 Uhr

Stand: 31.05.19 14:23 Uhr