Italiens Valentina Giacinti © imago images / PanoramiC

01:33 min | 25.06.2019 | Das Erste

Italien - China 2:0

Italien hat das Viertelfinale erreicht. Beim 2:0-Sieg erzielten Valentina Giacinti und Aurora Galli die Tore. China kämpfte – besonders in Halbzeit zwei – verbissen. Das Team war aber im Abschluss viel zu harmlos.

Nachrichten

Italien nach Sieg gegen China im Viertelfinale

von Hanno Bode

Italien steht bei seiner ersten WM-Teilnahme seit 20 Jahren überraschend im Viertelfinale. Die Europäerinnen setzten sich in der Runde der letzten 16 gegen China durch und treffen nun am kommenden Samstag (29.06.19) auf die Niederlande.

Die Italienerinnen knüpften am Dienstagabend (25.06.19) im Stade de la Mosson an ihre überzeugenden Auftritte in der Vorrunde an. Der zweimalige Vize-Europameister spielte schnell und schnörkellos nach vorn, sodass die im bisherigen Turnierverlauf zuweilen recht robust auftretenden Chinesinnen oft gar nicht erst in die Zweikämpfe kamen. Die Asiatinnen hatten dem Tempo-Fußball des Kontrahenten zunächst nichts entgegenzusetzen - nicht mal ihre gefürchtete Härte. Die logische Konsequenz der italienischen Überlegenheit in der Anfangsphase war ihre Führung durch Valentina Giacinti in der 15. Minute. Die Stürmerin des AC Mailand schob den Ball über die Linie, nachdem ihre Mannschaftskameradin Elisa Bartoli noch an der herausstürzenden Keeperin Shimeng Peng gescheitert war. Zuvor hatten bereits Cristiana Girelli bei einem Abseitstreffer (10.) und Giacinti selbst (13./knapp vorbei) den Torjubel auf den Lippen gehabt.

China steigert sich und ist dem 1:1 nah

Die Minimalistinnen aus dem Reich der Mitte (ein Tor in drei Gruppenspielen) waren nun gezwungen, ein wenig aktiver zu werden. Und die Equipe von Coach Xiuquan Jia zeigte, dass sie durchaus auch über Offensiv-Qualitäten verfügt. China initiierte einige anspruchsvolle Angriffe und war dem Ausgleich zwei, drei Mal ziemlich nah. Auf der Gegenseite verpasste Valentina Bergamaschi freistehend zwar das 2:0 (33./Peng parierte). Doch diese Chance konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass Italien die Spielkontrolle ab Mitte des ersten Abschnitts nach und nach entglitt. In den letzten Minuten vor der Halbzeit war von der anfänglichen Souveränität der Europäerinnen nicht mehr viel zu sehen. Der Pausenpfiff von Schiedsrichterin Edina Alves Batista kam ihnen gewiss ganz gelegen.

Galli sorgt für die Entscheidung

Auch nach dem Wiederbeginn sah sich die Mannschaft von Trainerin Milena Bertolini sehr stürmischen Chinesinnen gegenüber. Sie hatte Probleme, wieder Struktur in das eigene Aufbauspiel zu bekommen, da die Asiatinnen weiter sehr früh anliefen. Italien wackelte, fiel aber nicht. Das lag zum einen an der mangelnden Entschlossenheit und Durchschlagskraft des Jia-Teams in vorderster Front. Andererseits beruhigte Aurora Galli die Nerven der Europäerinnen durch einen platzierten Schuss aus rund 20 Metern ins untere linke Eck zum 2:0 (49.).

Im Anschluss hätte der Vize-Weltmeister von 1999 eigentlich alles auf eine Karte setzen müssen, um noch die Wende zu erzwingen. Doch dazu fehlten ihm entweder die Mittel oder der Mut. Oder vielleicht auch beides. Ernsthaft in Bedrängnis bringen konnte China Italien jedenfalls nicht mehr, sodass die Europäerinnen erstmals seit 1991 wieder in einem WM-Viertelfinale stehen. Ausrichter der Weltmeisterschaft war damals übrigens: China.

 

FIFA Frauen WM 2019
Italien : China

25.06.19 18:00 Uhr, Finalrunde

Italien

Giuliani - Guagni, Gama, Linari, Bartoli - Bergamaschi (63. Mauro), Giugliano, Cernoia - Giacinti, Girelli (39. Galli), Bonansea (71. Rosucci)

2

China

Peng - Han, Wu, Lin, Shanshan Liu - Shanshan Wang (61. Song), Zhang, Yan Wang (61. Yao), Gu (46. Yang) - Shuang Wang, Ying Li

0

Fakten und Zahlen zum Spiel

Ergebnis

  • 2:0 (1:0)

Tore

Strafen

Bes. Vorkommnisse

Ort

  • Montpellier

Zuschauer

  • 17492

Schiedsrichter

  • Edina Alves Batista (Brasilien)

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | FIFA Frauen WM 2019 | 24.06.2019 | 17:35 Uhr

Stand: 25.06.19 23:03 Uhr