Nationalspielerin Simone Laudehr © picture alliance / GES-Sportfoto

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Nach WM-Aus: Auch Laudehr erklärt Rücktritt

Simone Laudehr hat ihren Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt. Die Münchnerin zieht die Konsequenzen aus ihrer Nichtberücksichtigung für die WM. Zuvor war schon Babett Peter zurückgetreten.

Nur wenige Stunden nach der Bekanntgabe des WM-Kaders hat Simone Laudehr Nägel mit Köpfen gemacht. Sie habe "nach reiflicher Überlegung und nachdem ich keine Berücksichtigung mehr für den Kader der Nationalmannschaft für die kommende WM bekommen habe", den Entschluss gefasst, "meine Laufbahn in der Nationalmannschaft als beendet zu betrachten", schrieb die 32-Jährige bei Instagram. "Ich habe gern und mit großem Stolz 103 Mal für die deutsche Nationalmannschaft gespielt." Ihre volle Konzentration gilt ab sofort ganz ihrem Club Bayern München, bei dem sie ihren Vertrag im März bis 2020 verlängert hat.

Rückblick auf "Höhen und Tiefen"

Zum Abschied blickte die gebürtige Regensburgerin auf Höhen und Tiefen zurück. Sie nannte einerseits ihre Titel bei der WM 2007, bei den Europameisterschaften 2009 und 2013 sowie Olympia 2016, erinnerte aber auch an das frühe Ausscheiden bei der Heim-WM, ihre Verletzung bei Olympia 2016 und die "Ausbootung aus dem Kader vor der EM 2017 ohne Angabe von Gründen" von Steffi Jones.

Das Positive überwiegt

"Überwiegend sind aber die vielen positiven und phantastischen Erinnerungen an eine jahrelange grandiose Zeit mit der deutschen Frauennationalmannschaft in der absoluten Weltspitze", erklärte Laudehr weiter. "Die Erlebnisse und Eindrücke aus den mehr als zehn Jahren der Zugehörigkeit zur Nationalmannschaft werden mich mein Leben lang begleiten."

Babett Peter kam Laudehr zuvor

Die neue Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg hatte zuvor mit Blick auf die designierten Ergänzungsspielerinnen in ihrem Aufgebot erklärt, dass sich die Frage stelle: "Kann ich mit dieser Rolle umgehen, bleibe ich positiv?" Auch deshalb entschied sie sich zum Beispiel für die drei Youngster Giulia Gwinn (19), Lena Oberdorf (17) und Klara Bühl (18). Denen dürfte die Zuschauerrolle leichter fallen als gestandenen Spielerinnen. Verteidigerin Babett Peter, mit 118 Länderspielen eine der erfahrensten aktiven Akteurinnen, hatte aufgrund dieser Perspektive schon vor der Kader-Präsentation ihren Rücktritt aus dem Nationalteam bekannt gegeben.

Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg mit der Nationalmannschaft der Frauen © picture alliance/dpa Foto: Thomas Eisenhuth

01:41 min | 14.05.2019 | Das Erste

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Das Erste | FIFA Frauen WM 2019 | 08.06.2019 | 16:00 Uhr

Stand: 14.05.19 16:42 Uhr