Die US-Amerikanerin Megan Rapinoe (l.) bejubelt einen Treffer mit Alex Morgan. © imago images / PanoramiC

08:02 min | 24.06.2019 | Das Erste

USA siegen mit Mühe und Rapinoe – die Highlights

Megan Rapinoe sei Dank: Die Stürmerin schoss die USA gegen Spanien mit zwei Elfmetern ins Viertelfinale. Der Topfavorit tat sich in Reims aber unerwartet schwer. Die Highlights.

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Aus sieben mach drei - Wer fliegt nach Tokio?

Das Ziel der DFB-Elf bei der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen lautet weiter: Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020. Das Problem: Noch streiten sich sieben europäische Teams um die nur drei verfügbaren Tickets.

Wenn am Freitagabend (28.06.19, 21.00 Uhr, im Live-Ticker auf sportschau.de) im zweiten Viertelfinale Titelverteidiger USA auf den WM-Gastgeber Frankreich trifft, ist klar, wem die deutsche Mannschaft die Daumen drückt. Denn nur wenn die Amerikanerinnen ins Halbfinale einziehen, ist auch klar, dass Deutschland der Sprung in die Vorschlussrunde - mit einem Sieg gegen die Schwedinnen am Samstag (29.06.19, 18.30 Uhr, live im Ersten und auf sportschau.de) reicht, um im kommenden Jahr zum Olympia-Turnier nach Japan fliegen zu dürfen. Andernfalls wäre für die Olympiasiegerinnen von Rio 2016 noch ein weiterer Sieg nötig, um das Ziel zu erreichen.

Wird Spiel um WM-Platz drei zum "Olympia-Endspiel"?

Der Modus ist eigentlich denkbar einfach: Die drei bestplazierten europäischen Teams bei der WM in Frankreich qualifizieren sich für das Turnier bei den Olympischen Spielen. Die anderen neun Mannschaften kommen dann von den anderen vier Kontinenten.

Doch das Prozedere erweist sich in der Realität als "Problem" nicht nur für die deutschen Olympia-Ambitionen: Statt wie bisher bei Weltmeisterschaften maximal fünf, haben sich bei der laufenden WM-Endrunde erstmals gleich sieben Mannschaften aus Europa ins Viertelfinale gespielt: Norwegen, England, Frankreich, Italien, Niederlande, Deutschland und Schweden.

Gewinnen im einzigen nicht rein europäischen Duell in der Vorschlussrunde nun die Französinnen gegen die USA, stehen vier Teams aus Europa im Halbfinale. Das wiederum würde bedeuten, dass es bei der WM gleich zwei Endspiele geben würde: das am 7. Juli in Lyon um den WM-Titel - und am Tag zuvor das Spiel um WM-Platz drei in Nizza. Nur die Siegerinnen aus dieser Partie würden das Olympia-Ticket lösen.

Voss-Tecklenburg: Olympia-Quali wäre "wichtig und schön"

Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg, die das Achtelfinale zwischen den Niederlanden und Japan (2:1) zusammen mit der DFB-Elf live im Stadion verfolgte, hatte die "europäische Balgerei" um die Olympia-Tickets kommen sehen: "Mich überrascht es nicht, dass Europa so stark ist. Das zeigt einfach die Entwicklung, die es in den vergangenen Jahren gegeben hat."

Voss-Tecklenburg hatte die Japan-Reise im Vorfeld der Endrunde in Frankreich stets als Ziel für die verjüngte Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ausgegeben: "Es wäre echt wichtig und schön, wenn wir uns für Olympia qualifizieren würden, weil es ein nächster Schritt für die junge Mannschaft wäre, diese Erfahrung auf Topniveau zu machen. Die Olympischen Spiele werden fußballerisch sehr wichtig sein für all das, was in den nächsten vier, fünf Jahren in Deutschland ansteht."

Vor dem Turnier gingen fast alle davon aus, dass der Halbfinal-Einzug der Olympiasiegerinnen von 2016 ganz sicher die erneute Olympia-Quali bedeuten würde. Insgeheim hofften die Beteiligten im Lager des zweimaligen Welt- und Rekordeuropameisters sogar darauf, dass das Viertelfinale reichen könnte. Doch die Realität sieht eben anders aus.

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Das deutsche Aufgebot für die WM in Frankreich

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | FIFA Frauen WM 2019 | 29.06.2019 | 14:30 Uhr

Stand: 26.06.19 12:54 Uhr